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Fanny vom Galgenberg

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Fanny/Venus vom Galgenberg

Bei Grabungsarbeiten für einen Wasserbehälter in Stratzing wurde 1988 eine 7,2 cm große, steinerne Venusfigur von Archäologen unter der Leitung von Univ. Doz. Dr. Christine Neugebauer- Maresch gefunden. Diese Figur wurde vor 32.000 Jahren geschaffen und ist somit das älteste steinerne Kunstwerk der Welt. Rund um diese Fundstelle wurde von der Marktgemeinde Stratzing der Erlebnispark Steinzeitwelt Stratzing errichtet. Schautafeln entlang des Eiszeitwanderweges versetzen den Besucher in die Zeit der steinzeitlichen Jäger und Sammler. Fanny ist mit ihren 32.000 Jahren nicht nur das älteste Kunstwerk Österreichs, sondern zugleich auch weltweit die früheste steinerne Darstellung eines Menschen – einer Frau. Als Rohmaterial diente eine dünne Amphibolitschieferplatte, aus der die Gestalt von nur 7,2 cm Größe geschnitzt wurde. Plastiken dieser Art zählen zu den selten erhaltenen Zeugnissen kultischreligiöser Äußerungen des Urmenschen. Die Statuette ist der bedeutendste Fund dieser Grabungen und erhielt ihren Spitznamen von den Ausgräbern wegen der besonderen Haltung nach der berühmten österreichischen Tänzerin Fanny Elßler.

Zu besichtigen ist das Original im Naturhistorischen Museum in Wien, eine Originalkopie im Gemeindeamt Stratzing. Die Figur lag zerbrochen am Rande eines ursprünglich überdachten Bereiches. Dieser gehörte zu einem Lager, das eine Gruppe eiszeitlicher Sammlerinnen und Jäger am Galgenberg für einige Wochen lang aufgeschlagen hatten. An den jeweiligen Feuerstellen führte man die meisten Tätigkeiten durch. Sie spendeten Wärme und Licht und waren das Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens. Die Jagdbeute diente nicht nur der Ernährung: Außer Fleisch, Innereien und Fett verwertete man auch Sehnen, Knochen und Fell für die alltäglich notwendigen Gebrauchsgegenstände. Die wichtigsten Geräte waren aber aus Steinen gefertigt, die bestimmte Spalteigenschaften aufwiesen. Diese Rohmaterialien wurden zum Teil in der allernächsten Umgebung aufgesammelt, aber auch etliche Kilometer weit her gebracht. Mittels bestimmter Schlagtechniken verarbeitete man die Knollen zu Klingen, Kratzern und Schabern. Die Überreste dieser Produktionen bilden den Hauptteil der Funde.